Analfissur Operation

Wenn konservative Therapie mit Salbe nicht zur Heilung führt und die Beschwerden die Lebensqualität einschränken, sollte eine operative Therapie erwogen werden. In Deutschland ist hierbei die Fissurektomie in Narkose das bevorzugte Verfahren. Bei der Operation, die in der Regel ambulant erfolgen kann, wird die Analfissur mit den Sekundärausbildungen (Vorpostenfalte und hypertrophe Analpapille) komplett ausgeschnitten. Es verbleibt eine offene Wunde, die in den folgenden 2-4 Wochen auch Wundsekret abgibt. Eine Gefährdung des Schließmuskels besteht bei diesem Verfahren nicht, da nur eine sehr kleine vernarbte obere Schicht des Schließmuskel mit entfernt werden muss, was die Funktion nicht beeinträchtigt. 

 

Ziel dieser Operation ist es, ein frisches Wundgewebe zu erhalten, welches auch gut zusammenwachsen kann. Schmerzen bestehen hierbei immer und können in unterschiedlicher Intensität bis zu 3 Wochen anhalten. Die Einnahme von Schmerzmitteln in den ersten 3 Tagen ist daher besonders wichtig. Auch muss unbedingt einer Verstopfung vorgebeugt werden. Um einen besseren Effekt zu erzielen, kann die Operation mit einer Botox Therapie oder dem Platelet Rich Plasma kombiniert werden. Diese Operation sollte nur von Experten durchgeführt werden, damit es nicht zu Verletzungen des Schließmuskels kommt.

 

Operationszeit: 5-15 Minuten

Krankenhausaufenthalt: rein ambulant

Arbeitsunfähigkeit: ca 1-2 Wochen

Vollnarkose: ja