Analkarzinom

Das Analkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Analkanals. Analkarzinome sind im Vergleich zum Dickdarmkrebs relativ selten (ein bis zwei Prozent aller Dickdarmkrebserkrankungen). Bestimmte Geschlechtskrankheiten und chronische Infektionen gehören zu den Risikofaktoren für die Entstehung. Frauen erkranken zweimal häufiger als Männer.

 

Typische Symptome sind Blutablagerungen auf dem Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang und Juckreiz im Analbereich. Ähnliche Beschwerden können auch bei Hämorrhoiden auftreten. Nach der Lage im Afterbereich wird zwischen den Analrand- und Analkanalkarzinomen unterscheiden. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Tumoren, was für die Behandlung und Prognose von großer Wichtigkeit ist.

 

Auftretende Beschwerden sollten grundsätzlich durch eine proktologische Untersuchung abgeklärt werden. Eine digitale Untersuchung des Anus und der Test auf so genanntes verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl werden in Deutschland im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen über den Hausarzt durchgeführt. Sicherer ist immer eine komplette Darmspiegelung (Koloskopie), die ab dem 55. Lebensjahr von den Krankenkassen empfohlen und auch von den Kosten her  übernommen wird.