OP: Analfisteln

Diese kleinen Gänge entstehen durch Entzündungen im Bereich des Übergangs vom Mastdarm zum Analkanal in den sogenannten Krypten (kleine Taschen) und sind krankhafte Verbindungen. Dabei gibt es verschiedene Verlaufsformen, wobei der wichtigste Bezugspunkt der Schließmuskel ist.

 

Oft fallen diese Fisteln erstmals durch einen Abszeß auf, der sich in der Haut ausbildet, da Darmkeime durch die Gänge in die Haut um den After gelangen und zu einer Entzündung führen. Dieses ist immer eine Notfallsituation und sollte in Vollnarkose im Krankenhaus versorgt werden.

 

Chronische Fistel dagegen, die über einen längeren Zeitraum bestehen, sondern eine Flüssigkeit ab, die stuhlig riechen kann und eher eine orange-rötliche Farbe aufweist. Meistens ist bei der Inspektion des Afters ein Austrittspunkt (Ostium) am After zu erkennen. In dieser Situation sollte eine Kernspinntomographie (MRT) erfolgen, um den Gang und seine Beziehung zum Schließmuskel und Mastdarm eindeutig darzustellen.

 

Die Therapie ist immer die Operation. Eine spontane Heilung kann zwar kurzfristig eintreten, jedoch besteht immer die Gefahr eines erneuten Abszesses.

 

Operationsverfahren sind z.B. die Ausschneidung (Exzision), Fistelspaltung, LIFT-Operation, Fadendrainage, die Flapoperation oder auch der Analfistelplug. Oft kann die geeignete Therapie jedoch erst während der Operation bestimmt werden, weshalb eine umfassende Aufklärung vorher notwendig ist. Diese Operationen werden bis auf die einfache Ausschneidung  in der Regel stationär durchgeführt.

 

Operationszeit: 10-40 Minuten

Krankenhausaufenthalt: 1-2 Tage