Gummibandligatur

Die Gummibandligatur eignet sich zur Behandlung des Hämorrhoidalleiden im Stadium 1-2. Dabei werden die einzelnen Hämorrhoidenknoten angesaugt und ein straffer Gummiring darüber gestülpt.

Aufgrund dieses engen Ringes wird die Blutzufuhr der Hämorrhoide unterbunden, wodurch diese nicht mehr mit Blut versorgt wird und abstirbt. In diesem Zustand der Nekrose fällt die Hämorrhoide nach 5-8 Tagen mit dem Ring ab. Dabei kann es selten zu recht starken Blutungen aus dem Wundgebiet kommen, weshalb dieses Verfahren bei Patienten mit blutverdünnenden Medikamenten (ASS, Plavix, Marcumar) nicht angewandt werden sollte.

 

Die Behandlung erfolgt in 2-3 Sitzungen, wobei maximal 2 Ligaturen pro Sitzung gesetzt werden.

 

Was ist danach zu beachten?

Die Patienten können nach der Behandlung sofort wieder arbeiten gehen. In den Folgetagen sind leichte Blutungen beim Stuhlgang sowie ein Druckgefühl möglich. Auch kann es zu Gefühlsstörungen mit Stuhldrang kommen.  Wenn die Ringe nach einigen Tagen mit dem abgestorbenen Gewebe abfallen, treten in seltenen Fällen Blutungen aus der offenen Wundfläche auf, die in der Regel von alleine aufhören zur bluten.